Trauerbegleitung an der Felsenmeerschule

 

 

                          Menschen treten in unser Leben und

begleiten uns ein Stück weit.

Manche von ihnen bleiben für immer,

denn sie hinterlassen

ihre Spuren in unseren Herzen.

 

 

 

Zur Schülerschaft der Felsenmeerschule gehören progredient erkrankte Kinder und Jugendliche sowie Schüler mit einer verkürzten Lebenserwartung aufgrund von z.B. schwerster Behinderung.

Trauer ist prozesshaft und muss aktiv bewältigt werden. Kinder und Jugendliche brauchen jedoch Unterstützung bei der Bewältigung von Traueraufgaben, um sich weiterzuentwickeln und die Trauer ganz zu durchleben.

Schulische Trauerbegleitung an der Felsenmeerschule meint einen interaktiven Prozess, als einen Begegnungsprozess des Gebens und Nehmens, des Leitens und Begleitet – Werdens. Die Felsenmeerschule, nicht nur als Lern – sondern auch als Lebensort, bietet den Schülern sowie Lehrkräften Unterstützung durch entwickelte organisatorische Strukturen und rituelle Abschiedsformen. Diese sollen den Trauernden im Sinne von stützenden Eckpfeilern, Halt und Sicherheit vermitteln.

Im Hinblick auf die vorangegangen Ausführungen etablierte sich eine Unterstützungs- und Begleitungskultur im Trauerfall an der Felsenmeerschule für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schülern sowie  weiteren beteiligten Personen.

Handlungsleitlinien und Trauerrituale bieten Struktur und verhindern Handlungsunsicherheit. Schüler profitieren von schulorganisatorischen Aspekten aufgrund von sicherheitsspendenden, angstreduzierenden Strukturen, die Orientierung und Halt bieten. Die Schulgemeinschaft wird so in der Trauerverarbeitung von jedem Einzelnen als zugleich verbindend, entlastend als auch unterstützend erlebt.

Im Trauerfall gibt es einzelne Elemente, die die Trauerverarbeitung aktiv unterstützen sollen:

  • eine Trauerfeier für den verstorbenen Schüler mit Beteiligung der Schulgemeinde
  • Gestaltung des Baumes der Erinnerung als Ort des Gedenkens in der Schule
  • Trauer ist nicht statisch, sondern prozesshaft und muss aktiv bewältigt werden.

Im Hinblick darauf wurde auch im Schuljahr 2010/2011 ein Garten der Erinnerung auf dem Gelände der Felsenmeerschule angelegt. Finanziert wurde dieses Projekt durch ortsansässige Firmen und Stiftungen. Für jeden verstorbenen Schüler wird ein Blatt oder Herz aus Schiefer gestaltet, um dies an den Baum in der Mitte des Gartens anzubringen (evtl. im Rahmen der Abschiedsfeier) und so einen Raum für dauerhaftes Gedenken und Erinnern zu schaffen.

Im Schuljahr 2010/2011 wurde ein Schülerprojekt mit dem renommierten Künstler Manfred Webel zum Thema „Erinnerungen ausdrücken, gestalten, erhalten“ durchgeführt. So entstand der Baum der Erinnerung als Ort des Gedenkens in der Eingangshalle.